Was sind gängige Mythen über Seilspringen?

- „Seilspringen ist schlecht für die Knie“: Seilspringen ist nicht per se schlecht für deine Knie. Im Gegenteil, es kann sogar dabei helfen die Muskulatur und Sehen rund um deine Knie und Knöchel zu stärken. Wenn du dennoch Knieschmerzen beim Seilspringen hast, liegt das wahrscheinlich eher an mangelhafter Technik, muskulären Dysbalancen, exzessivem Springen auf harten Oberflächen wie Asphalt, oder du machst einfach zu schnel zu viel.

- „Seilspringen bremst Muskelwachstum“: Seilspringen ist ein Ausdauersport, der zwar nicht direkt Muskulatur aufbaut, der aber dein Herz-Kreislauf-System auf Vordermann bringt. Eine gute Ausdauer und leistungsfähiges Cardiovaskuläres System sind für effzienten Muskelaufbau unerlässlich. Wenn dein vorrangiges Ziel der Muskelaufbau ist, solltest du allerdings nicht zu exzessiv springen, denn was für Muskelaufbau auch notwendig ist, ist ein Kalorienüberschuss. Wenn du also zu viel springst, wirst du kaum genug essen können um wirklich Muskelmasse zuzulegen.

- „Seilspringen ist ein Ganzkörper-Workout“: Dieser Mythos hält sich hartnäckig und wird vor Allem von den großen Fitnessmarken propagiert um mehr Springseile zu verkaufen. Betrachtet man die Biomechanik des Springens wird aber schnell klar, der Oberkörper ist kaum gefordert. Auch Heavyropes sind nicht in der Lage einen ausreichenden Stimulus im Oberkörper zu erzeugen, damit Seilspringen als Ganzkörper-Workout gelten könnte.

- „Seilspringen ist nur für Kinder und Boxer“: Aktive Kinder sind in der Lage sich viel besser zu bewegen als viele Erwachsene, weil sie rennen, turnen, klettern und springen. Erwachsene können diese Fähigkeiten mit dem Seilspringen gut wiedererlangen und wieder mit ihren Kindern mithalten. Darüberhinaus ist Seilspringen eine tolle Familienaktivität. 
Boxer gehören zu den fittesten Sportlern der Welt. Welchen Grund sollte es für einen Erwachsenen geben, nicht genauso fit sein zu wollen? Körperliche Fitness hat ausschließlich Vorteile.